Der Autsch-Faktor

Gern vergleiche ich Katzenstreu mit Legobausteinen – nicht, weil man tolle Dinge daraus bauen kann, sondern weil es so überaus erfreulich ist, in Socken oder barfuß auf ein Stück davon zu treten. Immerhin ist man hinterher wach.

Natürlich gehören die kleinen Klümpchen eigentlich in die Katzentoilette (und in der sind wir selten zu Fuß unterwegs), aber Katzenstreu hat eine dumme Eigenschaft: sie bleibt überall dort haften, wo sie nicht haften soll, zum Beispiel an Katzenpfoten. Dafür geht die Haftkraft spontan verloren, sobald die Katze mit den bekrümelten Pfoten ein frisch gesaugtes Zimmer betritt. Dort werden die penetranten Ton- oder Holzteilchen nicht nur zu einem schmerzhaften, sondern auch zu einem optischen Problem, denn sie treten generell in der Mehrzahl auf und lassen einen Raum im Nu ungepflegt wirken.

Zahlreiche Menschen haben sich bereits Gedanken gemacht, wie man dieser Herausforderung Herr werden könnte und sind im Prinzip auf zwei Lösungen verfallen. Die erste besteht in der Verwendung von Matten, die, vor die Katzentoilette gelegt, die Streu festhalten sollen. Der zweite Lösungsansatz besteht in der Überarbeitung der Streu ansich.

Zu Punkt 1 habe ich nicht viel zu sagen, außer, dass bei mir keine Matte und kein Teppich vor der Katzentoilette je irgendeinen größeren Unterschied gemacht hätte.

Blieb also, mich gemeinsam mit Neo, Spooky und jetzt Mi durch das umfangreiche Sortiment verschiedener Streuarten zu probieren. Anstelle der üblichen Steinchen auf Tonbasis testeten wir zum Beispiel kleine Kunststoffkügelchen, die mich vor allem deshalb begeisterten, weil die riesige Katzenstreutüte plötzlich nur noch die Häfte wog. Diese Mini-Plastikbällchen erwiesen sich auch tasächlich als etwas weniger klebrig – aber nun gingen die Katzen nur noch widerwillig auf ihre Toilette. Damit nicht genug, ließen sich die kleinen Kügelchen hervorragend zum Spielzeug umfunktionieren und in der Wohnung herumschießen. Ich fand sogar Monate nach dem Versuch noch vereinzelte Plastikkügelchen in den Ecken.

Eine Verbesserung stellte sich erst ein, als ich auf eine spezielle Streu für Langhaarkatzen umstieg (Cat’s Best Nature Gold). Diese besteht aus etwas größeren, gepressten Holzpellets, die in der Tat nicht ganz so schnell an Fell und Pfoten hängen bleiben. Außerdem sind die weichen Holzstückchen beim Darauftreten relativ fußfreundlich.

Und notfalls helfen immer noch ganz klassisch ein Staubsauger, etwas Toleranz und viel Katzenliebe.

Katzenstreu in der Wohnung und unter den Füßen – bei Ihnen auch? Oder haben Sie ein Mittel dagegen gefunden?

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